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Strongman Ländervergleich Deutschland - Österreich

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Unter dem Titel Power & Beauty fand am 8. Oktober 2016 erstmals ein Strongman und Bodybuilding Event im Rosenheimer Kuko statt. Die GFSA - die Vereinigung der deutschen Strongman unter der Leitung von Heinz Ollesch - hat sich mit dem deutschen Bodybuilding Verband DBFV zusammengetan um einen prallgefülltes Programm für Kraftsport-Fans auf die Beine zu stellen. Im ausverkauften KuKo waren die Zuschauer von den gestählten Körpern und den kraftraubenden Höchstleistungen begeistert. Im Mittelpunkt stand der Strongman Ländervergleich zwischen Deutschland und Österreich.

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Die vier stärksten Männer beider Länder traten in fünf unterschiedlichen Disziplinen gegeneinander an. Pro Disziplin schickte jedes Land drei Athleten ins Rennen. Alle drei Ergebnisse werden zusammengezählt und welches Land in der jeweiligen Disziplin insgesamt am besten war bekommt einen Punkt.

1. Baumstamm stemmen

Los ging es mit dem beliebten Baumstamm stemmen. Angefangen bei 150 Kilo wurde das Gewicht nach jedem erfolgreichen Versuch erhöht. Österreichs Team-Kapitän Martin Wildauer schaffte 170 Kilo bei seinem zweiten Versuch. Obwohl es bei seinem ersten Versuch nicht ganz so gut geklappt hatte. Der stärkste Mann Europas 2014 hatte damit genauso viel gestemmt wie die beiden deutschen Raphael Gordzielik und Dennis Kohlruss. Insgesamt schafften die Deutschen allerdings 5 Kilo mehr und holten sich den ersten Punkt.

2. Conan Wheel

Als nächstes mussten sich die Athleten beim Conan Wheel messen - benannt nach dem Kultfilm mit Arnold Schwarzenegger. 420 Kilo müssen auf den Unterarmen so lange wie möglich im Kreis getragen werden. Gemessen wird in Grad - wobei eine Umdrehung 360° entspricht. Beim zweimaligen deutschen Strongman Meister Andreas Altmann sah das spielerisch einfach aus wie beim Karussell fahren. Die 1110 Grad von Altmann war mit Abstand der beste Wert und sicherte Deutschland den 2. Punkt.

3. Frame Hold

Auch wenn man schon viele Strongman Wettbewerbe gesehen hat ,gibt es immer wieder neue, unterhaltsame Disziplinen. Wie zum Beispiel der Frame Hold - Englisch für "Rahmen halten". dabei müssen die Athleten einen 350 Kilogramm schweren Holzrahmen so lange wie möglich vom Boden entfernt halten. Der ultimative Test für die Handkraft. Und die scheint bei den Österreichern ausgeprägter zu sein als bei den Deutschen. 2 von 3 Vergleichen entschieden die starken Männer aus der Alpenrepublik für sich. Am Längsten allerdings konnte der Deutsche Sebastian Kraus den Rahmen halten. In der Teamwertung wurden alle drei Zeiten zusammengezählt und da hielten die Österreicher den Rahmen zehn Sekunden länger hoch. Der erste Punkt für Austria zum 1:2 Anschluss in der Gesamtwertung.

4. Viking Press

Auch bei der vierten Disziplin der Viking Press war Sebastian Kraus stark mit 12 Wiederholungen. Sein Teamkollege Dennis Kohlruss machte es ihm nach. Und Rafael Gordzielik zeigte, dass es eine deutsche Paradedisziplin ist, indem er 14 Wiederholungen schaffte. Damit waren alle drei Deutschen besser in dieser Disziplin als der beste Österreicher Martin Wildauer der sich zu 10 Wiederholungen quälte. Klarer Punkt für Deutschland zum vorentscheidenen 3:1.

5. Achskreuzheben / Deadlift

In der letzten Disziplin Achskreuzheben (engl. Deadlift) kam aber nochmal eine richtig schwere Aufgabe auf die Strongman zu. Es geht um folgendes: Acht Autoreifen auf einer Stange so oft wie möglich vom Boden heben und den Körper aufrichten. Wer seine Reifen am Auto selbst wechselt, der weiß, wie schwer allein ein einziger Reifen ist. Hier mussten alle vier Athleten eines Teams ran. Österreichs Nemo Tasic musste passen. Dennis Kohlruss ließ es nach einmal Heben gut sein. Die Österreicher Michael Votter und Manuel Comper schafften es je zweimal. Sebastian Kraus alleine viermal. Raphael Gordzielik baute die deutsche Führung mit 6 Wiederholungen aus. Allerdings drehte Martin Wikdauer mit unglaublichen 11 Wiederholungen den Spieß um. Also lag es an Andreas Altmann diese Disziplin noch nach Deutschland zu holen. Fünf Mal hob Altmann die acht Reifen, so dass Deutschland insgesamt auf 16 Wiederholungen kam und damit eine mehr als Österreich. So ging auch dieser Punkt in der Gesamtwertung an Deutschland was einen 4:1-Entstand ergab.

Der Ländervergleich der Strongman aus Deutschland und Österreich ging also an die Gastgeber. Da aber sowohl Zuschauer als auch Athleten sehr viel Spaß an dem Wettkampf hatten dürfte eine Revanche der Österreicher nicht lange auf sich warten lassen.

Alles in allem war es eine rundum gelungene Veranstaltung mit verschiedenen Aspekten des Kraftsports. Bodybuilder, Bikini-Mädels und Strongman wechselten sich auf der Bühne ab. So war für viele Interessierte etwas geboten und die Fans der einen Disziplin konnten auch mal Eindrücke über den Tellerrand hinaus gewinnen.

Classic Bodybuilding

Den Anfang machten die classic Bodybuilder. In dieser Klasse für Nachwuchsbodybuilder und Anfänger geht es nicht um die maximale Muskelmasse sondern um ein einen ästhetischen Körper, die Präsentation und die Gesamterscheinung. Beginnend mit der Vorderansicht drehen sich die Teilnehmer im Uhrzeigersinn. Zunächst links, dann Rückenansicht, Seitenansicht rechts und schließlich wieder nach vorne. Es gibt 7 Pflichtposen bei denen alle Muskelgruppen angespannt sein sollen.
Die erste Pflichtpose ist der Doppelbizeps auf der Vorderseite. Dann kommt der vordere Latissimus gefolgt von der seitlichen Brust Pose. Dasselbe gibt es dann auch noch mal von hinten. Bei der rechten Seitenansicht zeigen die Athleten ihre Trizeps Pose und abschließen Bauch und Beine von vorne.

Die Kampfrichter bewerten dabei verschiedene Aspekte wie zum Beispiel die Proportionen aber auch Bräunung und Ausstrahlung. Am überzeugendsten auf die Kampfrichter wirkte der Bruckmühler Dominik Herrmann, der bei Heinz Ollesch in Großkarolinenfeld trainiert und seinen ersten Bodybuilding-Wettkampf gewann.

Die meisten Teilnehmerinnen hatte die Frauen-Fitnessklasse "Bikini Fitness". Diese gilt als Vorstufe zum Frauen Bodybuilding wobei die feminine Komponente vor dem Muskelaufbau steht. In mehreren Eliminationsrunden wurde das Teilnehmerfeld immer weiter ausgedünnt bis nur noch die Besten übrig waren für's Finale.