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Streetball

streetball

Bei dem Begriff Streetball bzw. Streetbasketball handelt es sich um eine Variante des Basketballs, zusammengesetzt aus den Worten street und basketball. Seinen Ursprung findet die Sportart in Harlem New York in den USA in den 1950er Jahren. Der Lehrer Holcombe L Rucker startete im Jahre 1950 einen Basketball-Turnier in seinem Stadtviertel um Jugendlichen mit sozialschwachem Hintergrund für das College zu begeistern. Der Basketball-Platz an dem er dieses Turnier veranstaltete ist heute weltweit unter dem Namen „Rucker Park“ bekannt und gilt als Gründungsstätte des Streetballs. Nach diesem Ereignis erlangte Streetball immer mehr an Bekanntheit in den ganzen USA bis es im Laufe der 90er Jahre auch in Europa nach und nach an Beliebtheit gewann.

 

Streetball heute

Mittlerweile ist Streetball nicht nur eine Sportart, sondern eine Jugendkultur. Das Einzigartige am Streetball ist die Spontanität sowie die Vielfalt. Es braucht nicht viel um ein Streetball-Match zu beginnen. Ein Korb sowie ein paar Spieler genügen, um das „Spiel der Ghettos“, wie es auch genannt wird, zu spielen. Streetball ist heutzutage überall zu finden, sei es in den Schulpausen oder an Garagen. Eines der bekanntesten Streetball-Turniere des 21. Jahrhunderts ist das sogenannte „Red Bull King of the Rock Tournament“, bei dem sich Spieler weltweit im 1 gegen 1 im Streetball duellieren können.

Unterschiede zwischen Streetball und Basketball

Der markante Unterschied zum klassischen Basketball ist, dass das Streetball keine einheitlichen Regeln hat. Jedes Streetball-Match ist einzigartig und richtet sich zu 100% nach den Spielern und den Gegebenheiten auf dem Basketballplatz. Außerdem wird häufig auch nur auf einen Basketballkorb gespielt, anstatt auf 2, wie es beim „traditionellen“ Basketball der Fall ist.

Eine weitere Differenz zum klassischen Basketball liegt in der Teamkonstellation. Im Streetball ist ein 3 gegen 3, 2 gegen 2 und auch 1 gegen 1 üblich. Hierzu kommt, dass bei einem spielerischen Delikt, welches nicht nach den Basketballregeln regelkonform wäre, nicht durch einen Schiedsrichter, sondern durch den Angreifer angesagt wird. Dies wird dann als „offense calls“ bezeichnet. Dies ist aber nicht zwingend notwendig, denn eines der Grundsätze des Streetballs lautet „Fair play“, wodurch alle Fouls durch die Spieler geregelt werden. Hierzu muss Fairness natürlich gegeben sein.

Ein weiterer Unterschied ist die Spiellänge: Im Streetball wird ein Spiel häufig durch einen gewissen Punkteabschnitt begrenzt. Das heißt, dass z.B. anstatt 4x10min bzw. 4x12min bis das erste Team 30 Punkte erreicht, gespielt wird. Ein Vorteil hierfür ist sicherlich, dass man keine dritte Person braucht, die auf die Zeit achtet.

Erzielt nun ein Team einen Korb wird das Spiel einfach durch ein kurzes Passspiel der beiden Mannschaften weitergeführt, dem sogenannten „Check“. Hierbei gibt es 2 Variationen, wie dies abläuft. Wurde vor dem Spiel abgemacht, dass es einen „Winner’s Ball“ gibt, bekommt nach einem erfolgreichen Korbwurf die Mannschaft den Ball, welche den Korb erzielt hat. Bei einem „Loser’s Ball“ bekommt die Mannschaft den Ball, gegen die der Korb erzielt wurde.

Ein weiterer Unterschied zum klassischen Basketball ist die sogenannte „Skill-Move“-Szene im Streetballbereich, die besonders in den USA vertreten ist. Dem sind aber eine hohe Ballsicherheit und eine sehr gute Ballkontrolle vorausgesetzt. Die besonderen Tricks, Schritt- und Spielvariationen und speziellen Facetten des normalen Basketballs stehen hier im Vordergrund und werden häufig während eines Spiels angewendet. Ihr wollt nun auch eure Streetball-skills verbessern, doch euch fehlt ein Basketballkorb dazu? Dann klickt doch einfach hier.